krauskunst
Matthias Kraus

Mussorgskies

Thermik trifft Glück und umgekehrt...Die Kunst des Abhebens reizt Matthias Kraus bis aufs Äußerste aus. Seine Männer mit den gespreizten Beinen, weit weg vom erdigen Boden, wirken auf einen wie glückliche Gestalten, die sich nichts schöneres vorstellen können als die Füße in der Luft zum tanzen zu bringen ... Man könnte auch sagen, wenn es einem den Boden unter den Füßen wegzieht, dann doch so wie bei den Gestalten von Kraus. Und was ist nun Glück? Klar, alles außer Unglück. Aber die Grenzen sind oft ganz weich, fließend ... Alles ist so vielschichtig.

Volker Vogel,
pr-nanny.de, 25.2.10

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“Thermisches Glück”

Galerie am Platz des Friedens, Hanau

Vom 20.2. bis 2.4.2010

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“Saisonauftakt Hanauer Galerien 2010

Vom 8.2. bis 20.2.2010 im Rathaus Hanau

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Laudator Prof. Dr. Wilfried Fiebig:
“Sie sind gekommen. Sie sind hier. Die Ausstellung ist da. Bilder und Plastiken zeigen sich.
Der Künstler hat dazu etwas gesagt. In der Einladungskarte konnten Sie es lesen. Wozu also noch die Einführung zur Ausstellung? Ist doch schon alles da, bekannt und gesagt.
Aber das Bekannte überhaupt ist darum, weil es bekannt ist, nicht erkannt, das Selbstverständliche nicht verstanden...
Das Kunstinteresse, Interesse am interesselosen Wohlgefallen an schöner Kunst, läßt seinen Gegenstand frei für sich bestehen als ein sinnliches Scheinen der Idee der Freiheit. Im Schein verspricht sich so das Scheinlose.
Während die Begierde des praktischen Interesses den einzelnen Gegenstand für ihren Nutzen zerstörend verwendet, verwandelt ihn die wissenschaftliche Intelligenz in allgemeine Gedanken und Begriffe.
Erst der im subjektiven Geschmacksurteil seiner selbst gewisse philosophische Begriff der Kunst, entläßt Sinnlichkeit frei zur Ästhetik, befreit Kunst aus der Gefangenschaft fetischisierter Gegenstände. Von deren Ende spricht Aufklärung, wenn sie vom Ende der Kunst spricht...
Heute vertreten Wissenschaft und Technik jene Mysterien. Wie diese versprechen sie, darin erneut magisch, dem Werden Einhalt gebieten zu können.
Kants Nachtigall in der Kr. d.U sowie die Nachtigall des chinesischen Kaisers im Märchen von H.Chr. Andersen, sind solche gläsernen Clonversprechen ein weiterer schlagender Hinweis auf die Freiheit der Kunst.
An der Nachtigall scheiden sich die Geister...”

“Das Ende der Haltung”

eine Ausstellung in der Commerzbank-Plaza, Frankfurt

Vom 10.7. bis 23.9.2009

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Bilder und Installationen von Matthias Kraus im “Weissen Zimmer” Aschaffenburg entblößen den Titel “Keine Bewegung” als pure Ironie.
Die Männer schweben durch den Raum. Ihre Beine sind angewinkelt und die Arme hilflos zur Seite gestreckt. Ganz so, als wollten sie in dieser misslichen Situation irgendwie das Gleichgewicht halten. Doch vergeblich. Die sieben Herren in dunklen Anzügen hängen kopfüber im Raum. Ihre Anzüge werfen Falten, die Krawatten wehen ihnen vors Gesicht. Totaler Kontrollverlust. Dazu plätschert ein Wasserhahn und rauscht sich fest im Gehörgang.
Der Künstler Matthias Kraus erzählt in seinen Werken von der Bewegung, die sich im starren Rahmen des menschlichen Lebens Bahn bricht. Die Menschen durchrüttelt - und Welten aus den Fugen geraten läßt. “Suche nach Verstand” heißt die raumfüllende Installation, die gerade neben zahlreichen Bildern und Objekten im ”Weißen Zimmer” in Aschaffenburg zu sehen ist.
Der Titel der Ausstellung ist dabei pure Ironie: “Keine Bewegung”. Das Gegenteil ist der Fall: Bewegung, Fortschritt, Geschwindigkeit sind zentrale Themen des Künstlers, der an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach studiert hat und heute zwischen seinen Ateliers in Hasselroth und Berlin hin- und herpendelt (auch hier: Bewegung).
In Aschaffenburg präsentiert er einen großen Querschnitt seines Werkes auf drei Etagen. Seine Bilder zeigen Menschen, die fallen oder schweben, sich im Liebesakt verknoten, oder hilflos als “Balkenträger” funktionieren müssen. Und eben jene Schlipsträger, die auch in der Installation wieder auftauchen. Hilflose Wesen, Sklaven der Schwerkraft, die sich einen üblen Scherz mit ihnen erlaubt. Beängstigend zeitgemäß wirken die Darstellungen...angesichts der Finanzkrise. Einer Zeit, in der sich keiner mehr seines festen Platzes sicher sein kann. Die Männer nennt Kraus “Fliegerfränze” und läßt sie in großformatigen Bildern vor mattgrauem oder rotem Hintergrund Saltos schlagen.
Durchlässig und verspielt wirken dagegen die Skulpturen des Künstlers: leicht federnde Gebilde aus dickem, roten Draht, die auf einem Sockel stehen und mal Gesichter und mal den “kleinen Geschlechtsverkehr” darstellen. Die “Essenz des zwanzigsten Jahrhunderts” kommt dagegen bleischwer daher, ein Hase aus rostigem Kupferblech, dem das Fell nicht über die Ohren, sondern nach innen gezogen wurde. Er schleppt ein Wägelchen hinter sich her und rackert sich ab.
Vergeblich?
Genau das ist das Faszinierende am Werk von Matthias Kraus: Dass es ihm gelingt mit schwebende Leichtigkeit die Schwere des Lebens deutlich zu machen.

Martina Himmer,
Main-Echo, 15.11.08

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“Keine Bewegung”

Ausstellung in der Galerie BIII,
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Aschaffenburg, 2008

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“Bis 24. Mai gibt es in der Galerie Kreuzer in Amorbach Bilder und Skulpturen von zwei Künstlern zu sehen, die sich ganz bewußt dem Mainstream verweigern und ohne Schielen auf vordergründigen Erfolg arbeiten.
Hans Krakau und Matthias Kraus sind seit langem mit ihren sozialkritischen und oft auch politisch orientierten Objekten in Einzel- und Gruppenausstellungen präsent. In Amorbach haben sie sich auf ein einheitliches Format geeinigt: 40 mal 40 Zentimetermessen die Siebdrucke, die Bilder mit Mischtechnik, mit Kreide und Acryl, die Tuschzeichnungen - einheitlich im Format, aber alles andere als uniform oder gar langweilig in Gestaltung und Aussage.
GRAD AUS lautet der Titel der Ausstellung: Engagierte Kunst, Kunst die Stellung nimmt, aber nie ideologisch oder mit Missionierungsanspruch daherkommt - das ist typisch für Krakau und Kraus, die beide den Betrachter immer wieder zum Dialog mit den Kunst- werken animieren ...Beide stimmen vollständig mit Pablo Picasso überein, der vor gut 70 Jahren formulierte: “Der Maler ist gleichzeitig ein politisches Wesen, stets aufnahmebereit für bewegende, brennende oder glückliche Ereignisse, die er in jeder Weise erwidert...Nein, Malerei ist nicht dazu da, Appartements zu schmücken. Sie ist eine Waffe zu Angriff und Verteidigung gegen den Feind.”
Genau das gibt es in der Galerie Kreuzer zu sehen: Kunst ohne gekrümmtes Rückgrat, offen und engagiert - GRAD AUS eben!”

Dr. Heinz Linduschka,
Main Echo, 1.5.09

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“krakra: grad aus”

Ausstellung mit Hans Krakau in der Galerie Maria Kreuzer,

Amorbach, 2009

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“Im Grunde sind Kraus’ Werke höchst poetisch, sperren sich aber gegen diesen Anspruch mit einer kruden Schale und einem betont skurrilem Anstrich. Dennoch entfalten sie in dem Raum aus dem 15.Jahrhundert eine fast heilige Stille und Intimität...
Kraus will mit seinen Installationen Wahrnehmungen irritieren, Blicke aufbrechen. Das gelingt ihm mit einer großen Ruhe, die von seinen Arbeiten ausgeht. Diese Ruhe erfasst den Betrachter, macht ihm bewußt, dass Leben Bewegung ist. Und der Stillstand das Ende desselben. In seinen verzweifelt strampelnden und laufenden Figuren entdeckt man etwas kämpferisches - gegen das unweigerliche Ende. Das Innehalten mitten in der Bewegung ist wie ein Kampf. Wie ein laufendes Band, das angehalten wird. Der Künstler entblättert auf eine stille Weise das Wissen um die eigene Endlichkeit.”

Bettina Kneller,
Main Echo

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Rückkehr der Nasenbären”

Spitäle, Würzburg 2007

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