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Matthias Kraus, sein Thema ist Bewegung, Raum, Zeit - die Verortung des Menschen in seinem Umfeld. Kraus verbindet mit den verschiedenen, möglichen Bewegungsarten bestimmte Menschen, die er symbolisch personifiziert. Es gibt bei ihm die Figur des FRANZ, der allgemein als „Fliegerfranz“ auftritt, oder die Figur der ANNA, die die Bodenhaftung verkörpert. Seine „Fränze“ sind nicht nur erfolgreiche Luftreisende, sondern sie können ebenso auch geflogen werden, d.h. in die Defensive geraten, aus der heraus sie ihr Bewegungsspektrum völlig anders erleben. So ergibt sich aus den unterschiedlichen Beweglichkeiten der Raum um sie, dessen Größe und Volumen entsprechend der darin möglichen Bewegung vorstellbar ist. Aus dem Erkennen dieser Determiniertheit entwickelt sich das Denken, welches, wie man sagt, „frei“ sein soll. Es ist aber ebenso bestimmt vom Kenntnisstand des Denkenden, als auch von seinen Gefühlen. Allerdings sind Gedanken in der Lage, übergreifendes zu erfassen, also eine Zeit zu erahnen. Wenn alle drei Faktoren in ihrem Zusammenwirken begriffen werden, kann man von einer Verortung sprechen, einer Heimatfindung. In diesem Spektrum bewegen sich die Bilder und Skulpturen des Künstlers. (Sybille Missoum-Spahlinger, BBK, 2008)
Und Gertrude Stein sagte: “Dinge essen Räume” - also Vorsicht.
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